Kundeninformationen – heute: Falzarten

Vertiefung

In der Buch­bin­de­rei ist der Falz ein schar­fer Bruch (ei­ne Knick­kan­te) bei Pa­pie­ren. Die Sei­ten bei mehr­sei­tig be­druck­ten Bo­gen können so an­ge­ord­net sein, dass durch das Fal­zen ein Pro­dukt mit fort­lau­fen­den Sei­ten­num­mern ent­steht.
Oft wird beim Fal­zen von Kar­ton als Vor­be­rei­tung das Ma­te­ri­al ge­rillt oder ge­nu­tet. Hier­bei wird ei­ne li­ni­enförmi­ge Ver­tie­fung durch Druck oder Her­austren­nen ei­nes Ma­te­ri­al­span­ser­zeugt, um ein Um­le­gen oder Bie­gen des Werk­stof­fes zu ermögli­chen bzw. zu ver­ein­fa­chen.

Parallelfalze

Parallelfalze

Bei der ein­fachs­ten Form, dem Par­al­lel­falz, ver­lau­fen al­le Fal­ze par­al­lel. Zu den Par­al­lel­fal­zen gehören der Wi­ckel­falz, der Al­tar­falz, der Le­po­rel­lo­falz und der Par­al­lel­mit­ten­falz. Par­al­lel­fal­ze fin­den häufig bei ein­fa­chen Wer­be­druck­sa­chen An­wen­dung.

Wickelfalz

Wickelfalz

Der Wi­ckel­falz ist ei­ne Form des Par­al­lel­fal­zes, bei der zwei oder meh­re­re gleich brei­te Tei­le des Falz­bo­gens oh­ne Rich­tungs­wech­sel um ein Bo­gen­teil ge­falzt wer­den. Da­durch, dass die Fal­zung je­weils in die glei­che Rich­tung geht, er­gibt sich die na­mens­ge­ben­de Wick­lung. Bei zwei par­al­le­len Fal­zun­gen er­ge­ben sich aus ei­nem Falz­bo­gen 3 Blatt bzw. 6 Sei­ten. Man spricht hier von ei­nem Zwei­bruch- Wi­ckel­falz. Ein Drei­bruch-Wi­ckel­falz er­gibt 4 Blatt bzw. 8 Sei­ten usw.

Altarfalz

Altarfalz

Der Al­tar­falz, sel­te­ner auch Fens­ter­falz ge­nannt, ver­dankt sei­nen Na­men der Ähn­lich­keit zu drei­tei­li­gen Flügel­altären in Kir­chen. Bei die­ser Form des Par­al­lel­fal­zes wer­den die äußeren Tei­le des Falz­bo­gens oh­ne Über­lap­pung nach in­nen ge­falzt. Der Al­tar­falz hat sechs Sei­ten, ein zusätz­li­cher Bruch in der Bo­gen­mit­te er­gibt den acht­sei­ti­gen Al­tar­falz.

Z-Falz

Leporello-/ Zickzackfalz oder Z-Falz

Der Le­po­rel­lo­falz ist ei­ne Form des Par­al­lel­fal­zes, bei der zwei oder meh­re­re Tei­le des Falz­bo­gens in wech­seln­den Rich­tun­gen ge­falzt wer­den. Da­durch er­gibt sich ei­ne Zick­zack­ar­ti­ge Fal­zung, wes­halb die­se Form auch Zick­zack­falz oder Z-Falz ge­nannt wird. Bei zwei par­al­le­len Fal­zun­gen er­ge­ben sich aus ei­nem Falz­bo­gen 3 Blatt bzw. 6 Sei­ten. Man spricht hier von ei­nem Zwei­bruch-Le­po­rel­lo­falz. Ein Drei­bruch-Le­po­rel­lo­falz er­gibt 4 Blatt bzw. 8 Sei­ten usw.

V-Falz

Parallelmittenfalz/ V-Falz

Der Par­al­lel­mit­ten­falz ist ei­ne Form des Par­al­lel­fal­zes, bei dem ein Bo­gen im­mer in der Mit­te in der glei­chen Rich­tung ge­falzt wird (V-Falz). Dies kann im Quer- wie im Hoch­for­mat ge­sche­hen. Zwei sol­che Fal­zun­gen er­ge­ben 8 Sei­ten, die­se Form wird auch Dop­pel­par­al­lel­falz ge­nannt.

Kreuzfalz

Kreuzfalz

Beim Kreuz­falz wird der Bo­gen mehr­fach im rech­ten Win­kel ge­falzt. Die­ses Ver­fah­ren fin­det bei der Her­stel­lung von Broschüren, Zeit­schrif­ten, Büchern An­wen­dung, für die der Falz­bo­gen ge­hef­tet und be­schnit­ten wird. Die Lauf­rich­tung des Pa­piers soll­te mit dem letz­ten Falz par­al­lel lau­fen.

(Quelle: Wikipedia)